Frau Schlizio, Sie haben dafür gesorgt, dass in Moosach wieder ein Perchtenlauf
stattfindet. Wie kam es zu dieser Idee?
In vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern habe ich gemerkt, wie groß der Wunsch
nach kulturellen Veranstaltungen und nach gemeinsamen Erlebnissen hier in Moosach ist.
Viele haben erzählt, dass ihnen solche Traditionen fehlen und dass sie gerne wieder mehr
gemeinschaftliche Momente hätten. Der Perchtenlauf aus Kirchseeon ist für seine
heimatverbundene und bayerische Tradition bekannt – und passt hervorragend zu Moosach.
Da wusste ich: Das wäre genau das Richtige für uns.
Was macht den Perchtenlauf für Sie persönlich so besonders?
Perchten verkörpern altes Brauchtum, Winterrituale, Gemeinschaft – und sie erinnern an
unsere kulturellen Wurzeln. Wenn sie mit Trommeln, Masken und Fackeln auftreten, entsteht
eine besondere Mischung aus Mystik, Tradition und lebendigem Dorfleben. Diese
Atmosphäre wollte ich nach Moosach bringen. Es geht darum, etwas zu erleben, das man
nicht jeden Tag sieht – etwas, das verbindet. Die Perchten haben mich schon beeindruckt als
ich noch ein Kind in Moosach war.
Wie war die Veranstaltung selbst?
Trotz des schlechten Wetters kamen überraschend viele Besucher. Die Glühweinst.nde am
Start und am Zwischenstopp am Alten Bahnhof haben sehr zur Stimmung beigetragen. Die
Leute haben sich unterhalten, gelacht, gemeinsam gewartet – und als die Perchten dann mit
ihren Fackeln und Trommeln kamen, war das einfach ein besonderer Moment. Viele haben
gesagt, dass sie diese Atmosphäre nicht so schnell vergessen werden.
Welche Bedeutung haben solche Veranstaltungen für Moosach?
Solche lebhaften Ereignisse stärken das Miteinander. Sie bringen Menschen zusammen,
schaffen Gesprächsanlässe und geben unserem Dorf ein Gefühl von Leben und Gemeinschaft.
Das ist für mich wichtig: nicht nur organisieren, sondern das Dorf spürbar beleben. Tradition
verbindet – und gemeinsames Erleben macht uns als Dorfgemeinschaft stärker.
Wie geht es weiter? Planen Sie weitere kulturelle Veranstaltungen?
Ja, definitiv. Die positive Resonanz hat gezeigt, wie groß das Interesse in Moosach ist. Ich
möchte weiter daran arbeiten, kulturelle Traditionen und gemeinschaftliche oder auch
sportliche Aktivitäten zu stärken. Ein belebtes Dorf ist ein lebendiges Dorf – und genau das
wünsche ich mir für Moosach.