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Florian Hoyer aus Oberseeon betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Rindermast und eine Biogasanlage – mitten im Landschaftsschutzgebiet am Steinsee.

Florian Hoyer

INTERVIEW

Herr Hoyer, Sie sind Landwirt und betreiben zusätzlich eine Biogasanlage. Warum ist diese Kombination für Sie sinnvoll?


Landwirtschaft war schon immer mehr als nur Lebensmittelproduktion. Mit der Biogasanlage können wir einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Biogas ist die einzige erneuerbare Energieform, die grundlastfähig ist. Das heißt: Wir produzieren auch nachtsStrom zuverlässig aus Reststoffen der Landwirtschaft, bei Windstille oder schlechtem Wetter. Diese Verlässlichkeit ist für das Stromnetz enorm wichtig.

 

Ihr Betrieb liegt im Landschaftsschutzgebiet. Was bedeutet das für Ihren Alltag?


Viele sehen Landwirte im Landschaftsschutzgebiet als Einschränkung, dabei ist es genau umgekehrt. Wir Land- und Forstwirte sind die eigentlichen Landschaftsschützer. Wir pflegen Wiesen, Wälder und Flächen das ganze Jahr über. Ohne diese Arbeit würden viele Landschaften verbuschen oder ihren Charakter verlieren. Gleichzeitig müssen wir zahlreiche Vorschriften einhalten, auch dann, wenn sie nicht immer mit den natürlichen Gegebenheiten zusammenpassen. Viel Konfliktpotential besteht auch gegenüber dem wachsendem Freizeitdruck und auch den Hundehaltern.

 

Wo entstehen dabei Herausforderungen?


Die Natur und damit auch unsere Arbeit, hält sich nicht an Termine und Fristen. Wenn es friert, regnet oder der Boden zu nass ist, können bestimmte Arbeiten schlicht nicht gemacht werden. Im Gesetz stehen aber feste Termine. Als Landwirt muss man deshalb ständig planen und anpassen: Wetterlage, gesetzliche Vorgaben, betriebliche Abläufe und Wirtschaftlichkeit. Dazu kommen ständige Änderungen in den Gesetzesvorschriften. All das muss man, neben der täglichen Arbeit, im Blick behalten.

 

Wie gehen Sie mit diesem Spannungsfeld um?


Man braucht Erfahrung, Geduld und einen langen Atem. Landwirtschaft ist kein Beruf für schnelle Entscheidungen oder kurzfristiges Denken. Wir arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie. Das erfordert Flexibilität, aber auch Verantwortungsbewusstsein. Wir in der Landwirtschaft denken in Generationen und nicht in Wahlperioden.

 

Sie sprechen oft vom „Generationenvertrag“. Was meinen Sie damit?


Landwirtschaft denkt in Generationen. Wir bewirtschaften Flächen, die wir von unseren Vorfahren übernommen haben, und wir tragen Verantwortung dafür, sie in gutem Zustand weiterzugeben. Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser, Natur ist das aller wichtigste. Sie entscheidet über die Wirtschaftlichkeit und den Fortbestand einesBetriebs. Es geht nicht nur um heute, sondern auch um morgen und übermorgen.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Landwirtschaft?


Mehr Verständnis für die Zusammenhänge. Landwirtschaft, Landschaftsschutz und Energieerzeugung sind keine Gegensätze, sondern gehören zusammen. Wenn man miteinander spricht und die Realität vor Ort berücksichtigt, lassen sich gute Lösungen findenfür die Betriebe, für die Natur und für die Gesellschaft finden.

„Landwirtschaft heißt Verantwortung – für heute und für morgen“

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